Wenn ein Kind zum ersten Mal ein Blatt im Wind beobachtet, einem Vogelruf lauscht oder mit großen Augen auf eine Blüte schaut, dann wird sofort klar, wie viel es in der Natur zu entdecken gibt. Ich habe die Natur schon immer sehr bewusst wahrgenommen – als Wissenschaftlerin, Kräuterpädagogin und Leiterin der Naturakademie gehört dieses genaue Hinschauen seit jeher zu meinem Alltag. Aber seit Fini da ist, kommt noch etwas Neues dazu: Ich erlebe vieles noch einmal aus einem neuen Blickwinkel.
Genau das macht meinen ersten Muttertag als Mama für mich heuer so besonders. Ich sehe diesen Tag heuer nicht nur als schönen Anlass, sondern als etwas sehr Persönliches. Weil ich zum ersten Mal selbst erlebe, was alles in einer Mutterfigur steckt und weil ich heute noch mehr schätze, wie viel starke Frauen um mich herum jeden Tag leisten.
Warum ich den Muttertag heuer mit anderen Augen sehe
Früher war Muttertag für mich vor allem ein Tag der Wertschätzung. Heute erlebe ich zum ersten Mal selbst, wie viel Kraft, Hingabe, Organisation und Liebe in dieser Rolle stecken und wie sehr sich all das jeden Tag ganz konkret im Alltag zeigt.
Gerade deshalb ist dieser Tag für mich auch ein Anlass, Danke zu sagen: an all die Frauen in meinem Umfeld, die unterstützen, mittragen, mitdenken und da sind. Ohne sie wäre vieles nicht möglich und genau das zeigt mir noch einmal, wie viel Kraft in Gemeinschaft steckt.
Starke Frauen sind wie starke Pflanzen
In der Pflanzenwelt gibt es Arten, die nicht laut auffallen und trotzdem unglaublich viel leisten. Sie schützen, tragen, passen sich an und schaffen Bedingungen, in denen anderes wachsen kann. Genau daran muss ich denken, wenn ich auf die Frauen in meinem Umfeld schaue.
Manche erinnern mich an Holunder – stark, verlässlich und schützend. Andere an Schafgarbe – widerstandsfähig, vielseitig und ausgleichend. Und wieder andere an Frauenmantel – sanft und gleichzeitig tragend. Gerade rund um den Muttertag wird für mich besonders sichtbar, wie treffend dieser Vergleich ist, weil viele Frauen, oft ganz selbstverständlich und ohne große Worte, genau das verkörpern, was auch starke Pflanzen in der Natur auszeichnet: Sie tragen, schützen und schaffen Raum, in dem anderes wachsen kann.
Wie verändert Fini meinen Blick auf die Welt?
Das Schönste für mich ist, Fini dabei zuzusehen, wie sie die Welt und besonders die Natur entdeckt. Sie ist so wissbegierig und begegnet natürlichen Phänomenen mit einem Staunen, das sofort ansteckt (ja sogar auch mich von neuem).
Ich habe schon immer viel wahrgenommen. Aber durch Fini sehe ich vieles noch einmal neu – nicht, weil ich es vorher übersehen hätte, sondern weil ich es nun mit jemandem erlebe, für den alles zum ersten Mal passiert. Genau dadurch bekommen Details noch einmal eine andere Bedeutung.

Warum kleine Dinge plötzlich noch größer wirken
Ein Blatt ist dann nicht einfach nur ein Blatt. Ein Geräusch im Garten nicht bloß Hintergrund. Eine Pflanze am Wegesrand nicht nur grün. Wenn man etwas zum ersten Mal entdeckt, steckt in Kleinigkeiten plötzlich unglaublich viel. Das erinnert mich auch daran, wie wertvoll unterschiedliche Blickwinkel sind. Wer genauer hinsieht, erkennt mehr, in der Natur genauso wie im Alltag.
Was hat mich das Mama-Sein bisher gelehrt?
Die vergangenen Monate haben mir auf eine sehr schöne Weise gezeigt, wie viel in Entwicklung steckt. Ich habe gelernt, noch klarer zu priorisieren, mich stärker auf das Wesentliche zu konzentrieren und Dinge noch genauer zu betrachten. Gleichzeitig wurde mir noch einmal bewusster, wie wertvoll ein starkes Umfeld ist. Vieles gelingt leichter, wenn man nicht alles allein tragen muss. Genau das habe ich in dieser neuen Rolle als Mama noch einmal ganz bewusst erlebt.

Wie verbinde ich heute Mama-Sein und Naturakademie?
Die Naturakademie ist und bleibt mein Herzensprojekt. Seit Fini da ist, bringe ich zusätzlich neue Erfahrungen aus meinem Alltag als Mama mit in meine Arbeit ein.
Viele Themen betrachte ich heute noch alltagsnäher: Was hilft Menschen wirklich weiter? Was ist praktisch umsetzbar? Wie lässt sich Naturwissen so vermitteln, dass es im echten Leben ankommt und die Menschen um mich herum stärkt?
Gerade in der Naturakademie sehe ich aktuell, wie viel aus kleinen Dingen entstehen kann. Aus Ideen werden Projekte, aus Impulsen Entwicklungen, und wenn alle gemeinsam anpacken, wächst oft mehr, als man anfangs denkt. Genau deshalb dürft ihr gespannt sein, was dieses Jahr noch alles kommt (Ich freue mich schon so darauf, euch mehr verraten zu dürfen!)
Warum Naturwissen für die nächsten Generationen so wichtig ist
Wenn ich an Fini denke, denke ich automatisch auch an die Zukunft. Und daran, was wir kommenden Generationen mitgeben möchten. Für mich gehört dazu, die Natur nicht nur schön zu finden, sondern sie wirklich kennenzulernen, sie zu schützen, zu verstehen, was in ihr steckt und auch was sie uns geben kann. Genau dieses Wissen ist so wichtig, weil es uns hilft, die Umwelt besser zu verstehen und bewusster mit ihr umzugehen. Ich wünsche mir, dass Fini genau das von klein auf mitbekommt: Neugier auf Wildpflanzen, Heilpflanzen und alles, was draußen wächst, aber auch das Verständnis dafür, warum wir dieses Wissen bewahren und weitergeben sollten. Denn Naturwissen ist für mich nichts Nebensächliches, sondern etwas, das Orientierung gibt und für die nächsten Generationen sehr wichtig ist.

Was bleibt an diesem Muttertag?
Für mich ist mein erster Muttertag als Mama vor allem ein Tag, an dem ich merke, wie viel Schönes und Wertvolles es in meinem Leben gibt: Fini, dieser neue Blick auf die Welt und all die starken Frauen in meinem Umfeld, die mich begleiten und unterstützen.
Er zeigt mir noch einmal, wie viel aus kleinen Momenten entstehen kann, wenn Menschen füreinander da sind, einander stärken und Wissen weitergeben. Genau das wünsche ich mir auch für die Zukunft: dass wir die Natur mit offenen Augen kennenlernen, ihr mit Wertschätzung begegnen und dieses Wissen weitertragen.
Wenn du tiefer in die Welt der Heilpflanzen, Wildkräuter und des Naturwissens eintauchen möchtest, findest du in unserer Kräuterpädagogikausbildung einen fundierten und alltagstauglichen Einstieg in die Kräuterpädagogik, damit du, genau wie ich, gerade lernst, die Natur aus neuen Blickwinkeln zu bestaunen.


