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#WirsindNatur seit 12 Jahren | Dr. Patricia Purker
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Bärenstarke Holunder-Gummibärchen selber machen

Frucht-Gummibären aus Holunder

Gummibärchen als gesunde Süßigkeit? Klingt nach einem Widerspruch, ist es aber nicht. Mit Holundersirup und einem pflanzlichen Geliermittel lässt sich eine Version herstellen, die Kindern genauso gut schmeckt wie die aus der Tüte. In diesem Artikel zeige ich dir das genaue Rezept für vegane Holunder-Gummibärchen, was es mit Agar-Agar auf sich hat und warum der Holunder für dieses DIY so gut geeignet ist.

Das Rezept: Bärenstarke Holunder-Gummibärchen

Du brauchst:

  • 250 ml Holunderblütensirup oder Holunderbeerensaft (1:1 mit Wasser verdünnt)
  • 1 bis 2 gehäufte TL Agar-Agar
  • Optional: statt Wasser Eibischwurzeltee verwenden, er enthält zusätzliche Schleimstoffe und ist in der Apotheke erhältlich
  • Silikonförmchen, zum Beispiel Gummibärchenformen oder kleine Pralinenformen

So geht’s:

  1. Die verdünnte Holundermischung in einen kleinen Topf geben und erhitzen.
  2. Das Agar-Agar einrühren und die Mischung kurz aufkochen lassen, dann noch 1 bis 2 Minuten weiter köcheln.
  3. Die heiße Masse vorsichtig in die Förmchen füllen, am besten mit einem kleinen Löffel oder einem Messbecher mit Ausgießer.
  4. Etwa 15 Minuten abkühlen lassen, dann für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
  5. Die Gummibärchen vorsichtig aus der Form drücken, fertig!

Im Kühlschrank halten sie sich in einem gut verschlossenen Behälter etwa zwei Wochen. Wer sie gezielt als Erkältungsbegleitung einsetzen möchte, ca. 5 Stück gelten als eine Portion. Aber natürlich darf auch einfach so genascht werden.

Was ist Agar-Agar und warum kein Gelatine?

Agar-Agar ist ein pflanzliches Geliermittel, das aus Meeresalgen gewonnen wird. Es ist eine vegane Alternative zu Gelatine und enthält dazu noch viele Ballaststoffe. Wer die Gummibärchen lieber etwas fester und „chewiger“ mag, kann stattdessen 6 TL Gelatinepulver verwenden. Für die vegane, kinderfreundliche Variante eignet sich Agar-Agar aber sehr gut. Die Bärchen werden schön fest, lassen sich problemlos aus der Form drücken und halten sich gut im Kühlschrank.

Warum gerade Holunder?

Die Europäische Arzneimittelagentur stuft Holunderblüten als traditionelles pflanzliches Arzneimittel ein, unter anderem bei Erkältungsbeschwerden und zur Unterstützung der Immunabwehr. Verantwortlich dafür sind Flavonoide, ätherische Öle und entzündungshemmende Pflanzenstoffe. Holunderbeerensaft bringt zusätzlich Anthocyane mit, also die Pflanzenstoffe, die für die tiefe Violettfarbe sorgen, sowie Vitamin C, das auch nach dem Kochen noch gut erhalten bleibt.

Jetzt im Sommer sind die Blüten zwar schon vorbei, aber selbst gemachter oder gekaufter Holunderblütensirup funktioniert für das Rezept genauso gut. Wer noch Holunderbeeren-Vorräte vom letzten Herbst hat, kann auch diese verwenden oder die beiden Sirupe einfach kombinieren.

Ein wichtiger Hinweis: Holunderbeeren bitte immer nur gekocht verwenden. Roh enthalten sie Sambunigrin, das zu Übelkeit führen kann. Gekocht ist der Saft aber vollständig unbedenklich und wunderschön im Glas.

Wer mehr über die Pflanze selbst erfahren möchte, also Herkunft, Inhaltsstoffe und wann man am besten sammelt, findet alle Hintergründe im ausführlichen Holunder-Beitrag der Naturakademie.

Warum dieses DIY mit Kindern so gut funktioniert

Das Befüllen der Förmchen macht schon Spaß, bevor das Ergebnis überhaupt fertig ist. Jede Form ist ein bisschen anders, das Ausdrücken der erkalteten Bärchen hat seinen eigenen kleinen Moment. Und am Ende entsteht etwas, das aussieht wie aus dem Supermarkt, aber komplett selbst gemacht ist.

Die Farbe der Bärchen variiert je nach verwendetem Sirup. Holunderblütensirup ergibt ein helles Gelb, Holunderbeerensaft ein tiefes Violett. Wer beide kombiniert, bekommt etwas dazwischen und kann mit den Kindern beobachten, wie sich die Farbe beim Erhitzen langsam verändert. Das ist jedes Mal ein kleines Naturwunder in der Küche.

Das war erst der Anfang

Holunder-Gummibärchen sind eines dieser DIYs, die wenig Aufwand brauchen und trotzdem viel hergeben. Eine gesunde Süßigkeit ohne Zucker, ein Küchenmoment mit Kindern und ein schöner Einblick in die Kraft des Holunders. Zwei Zutaten, eine Silikonform und der Sommer schmeckt gleich ein bisschen besser.

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